Pressekonferenz 2012

Eckert

Düsseldorf, den 20. März 2012


Sehr geehrte Damen und Herren,

die 13. Augenärztliche Akademie Deutschland steht unter dem Generalthema:

Augenheilkunde interdisziplinär

Durch die neueren Entwicklungen der Augenheilkunde bekommt der Begriff Augendiagnostik eine völlig neue Bedeutung: So hinterlassen viele Allgemeinerkrankungen Anzeichen am Auge, nicht selten werden sie zuerst vom Augenarzt diagnostiziert.
Aufgrund der einzigartigen Möglichkeiten, Blutgefäße unmittelbar zu betrachten, ist zum Beispiel eine zuverlässige Einschätzung des Schweregrades von Diabetes und Bluthochdruck möglich - ausgeführt von Prof. Nicole Eter, Augenklinik Münster.

Die Volkskrankheit Rheuma kann am Auge vielfältige Symptome verursachen.
In vielen Fällen ist sie Ursache für ein "rotes Auge", das dann wegen der Immunkomponente völlig anders angegangen werden muss als etwa bei einer bakteriellen oder viralen Infektion - Prof. Uwe Pleyer, Berlin, erläutert diese Zusammenhänge: Was ist anders und was muss beachtet werden?
Trotz bahnbrechender Erfolge der Augenheilkunde zum Beispiel in der Netzhaut- und Glaskörperchirurgie oder auch bei der Behandlung der Altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) sind zu viele Mitbürger von Blindheit und Sehschwäche betroffen.
Die Hoffnungen Vieler ruhen auf der Versorgung mit Netzhaut-Chips und Gentherapie.
Erste Erfolge sind hier zu verzeichnen. Den Stellenwert dieser Methoden wird Prof. Peter Walter, Aachen, darstellen.

Die Refraktion war zu allen Zeiten eine Domäne augenärztlicher Tätigkeit.
Sie erlebt derzeit einen erheblichen Aufschwung unter anderem bei der Operation des Grauen Stars, bei dem ja postoperativ entweder ein Sehen ganz ohne Brille angestrebt wird (Multifokallinse) oder allenfalls nur eine geringe Fehlsichtigkeit.
Auch bei der Laserkorrektur von Fehlsichtigkeiten ist die Ausgangsrefraktion von größter Bedeutung.
Prof. Dieter Friedburg, Krefeld, erläutert, warum die Refraktion zur Basis augenärztlicher Diagnostik gehört.

Die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten der Augenheilkunde werden immer noch besser, und jeder Mensch will davon profitieren.
In unserer alternden Gesellschaft bietet die moderne Augendiagnostik wenig belastende Möglichkeiten, Krankheiten frühzeitig zu entdecken, um wirksam gegensteuern zu können.
Gleichzeitig erschweren die Rahmenbedingungen, gekennzeichnet durch eine - nachvollziehbare - Anspruchshaltung auf Seiten der Patienten gegenüber einem Kostendruck von Seiten der Leistungsträger, die augenärztliche Versorgung.
Was dieser Spagat für die Augenärzte bedeutet, erläutert der 1. Vorsitzende des Berufsverbandes, Prof. Bernd Bertram, Aachen.

Mit freundlichen Grüßen Ihr

Dr. Georg Eckert, Pressereferent BVA

Die elektronische Pressemappe mit allen Abbildungen in Farbe kann ab 20.3., 18 Uhr unter www.aad.to/presse heruntergeladen werden.

Vor diesem Pressegespräch finden zwei Patienten-Seminare statt:
9.00 bis 11.00 Uhr Patientensymposium der Selbsthilfegruppe PRO RETINA (Raum 01)
und parallel
9.00 bis 11.00 Uhr Patientenveranstaltung mit dem Initiativkreis zur Glaukomfrüherkennung (Raum 02)