Pressekonferenz 2006

Busse

Einmal lasern statt dauernd Sehhilfe tragen?

Viele Fehlsichtige haben den Wunsch, aber nicht für jeden ist er erfüllbar. Das gilt zumindest in Deutschland, wo die von den Augenärzten gegründete "Kommission Refraktive Chirurgie“ (KRC) über verantwortungsbewusste Beratung, ethische Richtlinien und Qualitätssicherung wacht.

Das Auge des Menschen ist so einmalig wie sein Fingerabdruck. Daran lässt sich schon ermessen, dass es bei der Operation gegen Fehlsichtigkeit nicht "die beste Methode“ geben kann, sondern dass der Augenarzt erst nach eingehender Untersuchung unter den ganz unterschiedlichen Verfahren dasjenige wählt, das für seinen Patienten individuell geeignet ist. Und es kann auch sein, dass er zum Wohl des Patienten grundsätzlich von der operativen Korrektur der Fehlsichtigkeit abraten muss.

LASEK – eine neue Alternative

Wenn bisher eine zu dünne Hornhaut zum Verzicht auf die von der Sehhilfe befreienden Operation zwang, dann ist diese Kontraindikation nicht mehr grundsätzlich gegeben. Auch andere bisherige Tabus wie Glaukom, Neigung zu Lidrandentzündungen und das "Trockene Auge“ können aufgehoben werden, wenn LASEK zur Sehfehlerkorrektur angewendet wird. Der Grund: LASEK ist ein äußerst schonendes Verfahren.
Anders als bei der bereits etablierten LASIK-Methode entfällt bei LASEK der Schnitt in die Hornhaut, nur die oberste Schicht, das Epithel, wird eingeritzt, mit verdünntem Alkohol so von dem darunter liegenden Gewebe gelöst, dass es vorübergehend etwas zur Seite geschoben werden kann. Dann folgt die nur wenige Sekunden dauernde Laserbehandlung und gleich darauf verschließt das Epithel wieder die Hornhautoberfläche. Damit es während der kurzen Heilungsphase nicht verrutscht, trägt der Patient eine therapeutische Kontaktlinse, die er nach drei bis fünf Tagen – je nach der individuellen Empfehlung seines Augenarztes – sogar selber wieder entfernen kann.

Welche Formen der Fehlsichtigkeit können mit LASEK behandelt werden?

Kurzsichtigkeit (Myopie) bis -8 Dioptrien
Übersichtigkeit (Hyperopie) bis +3 Dioptrien
Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) bis 5 Dioptrien

Weitere Informationen zur Refraktiven Chirurgie:
www.augeninfo.de/krc/index.htm