Pressekonferenz 2006

Walter

Der Schrittmacher im Auge - wenn die Netzhautzellen nicht mehr funktionieren

Für 15.000 Menschen, die allein in Deutschland an Retinitis pigmentosa erblindet sind, könnte dieses Implantat in absehbarer Zeit ein Lichtblick sein. Noch steckt es in der Entwicklung, aber im Test konnten blinde Patienten seine bisher erreichte Wirkung schon erleben: den Unterschied von hell und dunkel und punkt- oder fleckförmige Sehwahrnehmungen im Bereich der Reizelektrode.

Abb. 1

Abbildung 1: Die Mikroelektrodenfolie am rechten Ende wird auf der Netzhaut (Retina) fixiert. Das andere Ende enthält eine Antennenspule für kabelfreie Daten- und Energieübertragung, dazwischen eine ultraflexible Verbindung. Die Netzhaut wird stimuliert, Sehwahrnehmungen werden möglich.

Abb. 2

Abbildung 2: Die Verträglichkeit des epiretinalen Implantats hat sich in jahrelanger Forschungsarbeit als sehr gut erwiesen. Hier sieht man den Stimulatorkopf auf der Netzhaut im Tiermodell.