Pressekonferenz 2011

Düsseldorf, 22. März 2011

Sehr geehrte Damen und Herren,

die 12. Augenärztliche Akademie Deutschland steht unter dem Generalthema:

Entscheidungswege in der Augenheilkunde

In unserer Gesellschaft spielen demographische Faktoren eine immer größere Rolle. Derzeit wird der Stellenwert eines guten Sehens unterschätzt: Ältere Menschen sind oft weniger mobil, wollen aber immer noch Zeitung lesen. Für sie ist es eine Katastrophe, wenn das nicht mehr möglich ist, und eine noch größere, wenn dieser Sehverlust - das ist sehr häufig der Fall - vermeidbar gewesen wäre. Viele Mitbürger verwechseln die Brillenbestimmung mit einer Augenuntersuchung: Ihnen ist nicht klar, dass bei der Brillenbestimmung lediglich die zentrale Sehschärfe geprüft wird. Das ist ein fataler Fehler, der gravierende, nicht wieder gut zu machende Folgen haben kann. Denn andere Parameter wie die Beschaffenheit des Auges, das Gesichtsfeld, der Gesundheitszustand der Netzhaut etc. werden erst im Rahmen einer augenärztlichen Untersuchung offenbar. Die Brillenbestimmung schließt der Augenarzt in diese Untersuchung gleich mit ein.

Ein in aller Regel vermeidbarer Sehverlust kann unter anderem entstehen, wenn der Grüne Star nicht erkannt und damit nicht behandelt wird. Die dringend empfehlenswerte Früherkennung des Glaukoms bringt dabei noch einen Zusatznutzen, weil der erfahrene Augenarzt im Rahmen dieser Untersuchung zugleich die vorderen und hinteren Augenabschnitte beurteilen wird.

Von immer größerer Bedeutung werden Infektionen am Auge in Klinik und Praxis, weil viele Antibiotika einen erheblichen Wirkungsverlust erfahren beziehungsweise weil Keime immer resistenter werden gegenüber diesen Medikamenten. Wie sieht hier die optimale Strategie aus?

Diabetes ist eine Volkskrankheit von zunehmender volkswirtschaftlicher Bedeutung. Diabetische Folgeschäden am Auge sind die dritthäufigste Blindheitsursache nach Glaukom und Makuladegeneration. Jeder neue therapeutische Ansatz wird deshalb auf größtes Interesse stoßen.

Wir freuen uns, wenn Sie mit dazu beitragen, unsere Fragestellungen an die Öffentlichkeit zu tragen. Sie können davon ausgehen, dass die oben genannten Themen auf großes Interesse stoßen werden. Zum einen, weil der Kreis der Betroffenen immer größer wird, und zum anderen, weil immer mehr therapeutische Möglichkeiten gegeben sind. Am Ende der Pressekonferenz wird Prof. Dr. Bernd Bertram, der erste Vorsitzende des Berufsverbands der Augenärzte, auf die aktuellen Rahmenbedingungen der Augenheilkunde eingehen.

Mit freundlichen Grüßen Ihr

Dr. Georg Eckert, Pressereferent BVA

Die elektronische Pressemappe mit allen Abbildungen in Farbe kann ab dem 22. März, 18 Uhr unter www.aad.to/presse heruntergeladen werden.

Am Tag des Pressegesprächs finden zwei Patienten-Seminare statt:
10.00 bis 12.00 Uhr "PRO RETINA" (Raum 2) und 18.30 bis 20.30 Uhr "Glaukom" (Raum 3)



Referat Presse im BVA
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